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22.11.2025

Comboni-Missionar zu Gast beim Pfarrfamilienabend

Beim diesjährigen Heidecker Pfarrfamilienabend stand Afrika und insbesondere das Wirken des Comboni-Missionars Bruder Hans Eigner aus Laibstadt im Mittelpunkt. Darüber berichtete Comboni-Pater Günther Hofmann im Haus St. Benedikt.

Vor der Vorabendmesse begrüßte Stadtpfarrer Sebastian Lesch den Comboni-Pater Günther Hofmann aus Ellwangen, der anschließend die Hl. Messe zelebrierte. Lesch erinnerte dabei an die Verabschiedung von Bruder Hans Eigner in seiner Heimatpfarrei Laibstadt im September. Der gelernte Bauingenieur und Comboni-Bruder folgte der Bitte seines Bischofs in den Südsudan, wo er mit kaum vorstellbaren Bedingungen zu kämpfen hat, um die Not der Einheimischen und Flüchtlinge zu lindern.

Nach dem Gottesdienst waren alle zum Pfarrfamilienabend ins Haus St. Benedikt eingeladen. Dort hatte der Pfarrgemeinderat eine Brotzeit mit Aufstrichen nach afrikanischen Rezepten vorbereitet. Pfarrer Lesch begrüßte sodann auch den Comboni-Laienbruder Willi Dorr aus Freystadt. Im abgedunkelten Saal bat Gabi Höfner-Kukula mit musizierenden Ministranten, in das afrikansich-deutsch-englische Lied „Das Licht erleuchtet die Nacht“ einzustimmen. Daraufhin wurden die Tischkerzen entzündet. Dann erzählten die Kinder die afrikanische Legende, warum das Zebra schwarze Streifen hat. Ein diktatorischer Pavian richtete sein Lager an einem Fluß ein und erlaubte keinem anderen Tier daraus zu trinken. Nur ein Zebra, das wie alle damals ganz weiß war, weigerte sich und forderte den Pavian zum Zweikampf heraus. Der Pavian war einverstanden und ludt das Zebra in seinen Kral ein, wo er schon ein Siegesfeuer entfacht hatte. Die Tiere kämpften mit allen Mitteln, die ihnen der Schöpfer gegeben hatte. Dabei stürzte das Zebra rückwärts in die glühenden Scheite und verbrannte sein Fell streifenförmig. Aber dadurch entwickelte das Zebra neue Kraft und schleuderte mit einem mächtigen Huftritt den Pavian weit weg. So hat bis auf den heutigen Tag der Pavian einen nackten Hintern.

Weniger amüsant war schließlich der Vortrag von Günther Hofmann, der als Comboni-Pater selbst schon 10 Jahre in Südafrika gewirkt hatte. Als der Norditaliener Daniel Comboni Mitte des 19. Jahrhunderts in Zentralafrika, dort wo sich heute auch der Staat Südsudan befindet, zu missionieren begann, folgte er seinem Leitspruch „Afrika durch Afrika retten!“ Das Engagement der Comboni-Missionare liegt hauptsächlich in der Bildung und im Gesundheitswesen. Bruder Hans Eigner ist nun in der Stadt Bentiu, nahe der Grenze zum Sudan, der zur Zeit unter Bürgerkrieg, Gewalt und Hunger der vielen Flüchtlinge leidet. Bentiu, so heißt auch die neu eingerichtete Diözese im Südsudan. Obwohl der Südsudan durch Erdölvorkommen reich wäre, leidet die Bevölkerung unter Korruption, Hunger, Klimaveränderung und Naturgewalten. „Der 2011 gegründete Südsudan ist noch kein funktionierender Staat, wie wir ihn kennen,“ erklärt Comboni-Pater Hofmann. So fehlt es in der 80.000 Einwohner zählenden Stadt Bentiu, wie in dem benachbarten Flüchtlingslager mit 160.000 Einwohnern an fast allem. „Baustoffe sind extrem teuer. Ein Zentner Zement kostet umgerechnet 50 Euro,“ erklärt Pater Hofmann. Bruder Hans Eigner will und soll dort nun aus Lehm Ziegeln herstellen, um kleinere Häuser bauen zu können. Froh wäre Eigner, wenn die vielen Schulkinder wenigstens ein schattenspendendes Dach über dem Kopf bekämen. „Die jungen Menschen sind die Hoffnung. Sie werden in der Kirche ernster genommen, als in der Politik,“ zeigt sich Hofmann optimistisch. Auf der am 17. November stattgefundenen gemeinsamen Bischofskonferenz wurden die politischen Machtkämpfe im Land auf Kosten der Menschenwürde verurteilt.

Weiterhin stellt auch der Dammbau für Bruder Hans Eigner eine große Herausforderung dar. Der in unmittelbarer Nähe vorbeiströmende Nil verursacht immer wieder verheerende Überschwemmungen. Die Menschen leben von Fischen, Wasserpflanzenwurzeln und Hirse. „So setzt sich auch der tägliche Speiseplan von Bruder Hans zusammen,“ ergänzt der Comboni-Pater. Die Comboni-Hilfsaktion für das Bistum Bentiu nennt sich somit treffend „Start bei Null“.

PFARRVERBAND
Heideck-Laibstadt-Liebenstadt-Thalmässing

Leiter: Pfarrer Sebastian Lesch

 

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Marktplatz 21
91180 Heideck
Tel.: 09177 47 800
Fax: 09177 47 801
E-mail: heideck(at)bistum-eichstaett(dot)de

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Donnerstag 08.00-12.00 Uhr und 15.00-18.00 Uhr
Freitag von 08.00-12.00 Uhr

 

Pfarrbüro Thalmässing:

Kirchenweg 3
91177  Thalmässing
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Mittwoch von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr
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