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21.09.2025

Aussendungsgottesdienst von Comboni-Missionar Bruder Hans Eigner

Ein Bild mit Symbolkraft: demütig kniete Bruder Hans Eigner vor Stadtpfarrer Sebastian Lesch, der ihn am Sonntag in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit einem Segensgebet für den Einsatz in Afrika entsandte. Konzelebranten in dem von der Laibstädter Schola ChoreLai gestaltetem Gottesdienst waren die Combonimissionare Günther Hofmann und Pater Josef Gerner, gebürtig aus Meckenhausen. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich nun schon zum vierten Mal in die Mission ausgesandt werde, so Hans Eigner in seiner Ansprache. „So möchte ich auf den Spuren unseres Ordensgründers Daniel Comboni im Sudan meinen Beitrag leisten.“ Es wird keine leichte Aufgabe sein, den die Lage des nun schon seit 14 Jahren in Nord- und Südsudan getrennten Landes sei dramatisch. Statt weniger würden es dort immer mehr Konflikte, die in der Regel mit kriegerischen Mitteln ausgetragen werden. „Doch in all den Jahren haben die Comboni dort die Stellung gehalten und sind geblieben, denn wir haben einen Auftrag: Die Verkündigung von Jesus und seiner Friedensbotschaft!“ Doch Bruder Hans weiß selbst am besten, dass mit frommen Sprüchen alleine wenig zu erreichen ist, wenn die Not so groß ist wie im Südsudan. In Bentiu, Eigners neuer Heimat, fehlt es quasi an allem. Die neu errichtete Diözese ist in etwa so groß wie Baden-Württemberg. Von den 1,2 Millionen Einwohnern sind gut die Hälfte Katholiken in nur sieben Pfarreien. Die Region ist besonders stark vom Klimawandel betroffen. Extremer Dürre folgen jedes Jahr in der Regenzeit Überschwemmungen, die auch wegen des schlechten Wassermanagements der Staudämme im Norden die Existenzen der Bewohner zerstören. Die Auswirkungen der Bürgerkriege führen zudem dazu, dass sich in der Region viele Flüchtlinge sowohl aus dem Südsudan als auch dem Sudan befinden.

Als erstes will Bruder Hans den Bau einer Schule für rund 1000 Schüler in Angriff nehmen, denn Bildung gilt ihm als das achte Sakrament. „Bisher lernen die Kinder auf dem kleinen Gelände der Pfarrei unter Bäumen oder Wellblechdächern. Da als Baumaterial Sand, Schotter und Zement sehr teuer sind, müssen wir Lehm und Schluff verwenden. Ich will mit den Afrikanern lernen, wie man am besten damit bauen kann.“ Auch hier macht sich der gelernte Bauingenieur klein und demütig, wohl wissend, dass die Europäer in Afrika durch überhebliches Auftreten in den letzten Jahrhunderten viel falsch gemacht haben. „Mein Einsatz in Afrika klingt heldenhaft, ist es aber nicht. Ich folge dem Ruf, versuche aber auf mein Alter und meine Gesundheit Rücksicht zu nehmen.“ Hans Eigner ist 67 Jahre alt – ein Alter mit dem man üblicherweise in Rente geht!

Im Anschluss an den Gottesdienst bot sich bei einem Weißwurstfrühstück, für das die Bäckerei Schmidt aus Heideck die Brezen gespendet hatte, die Gelegenheit, sich persönlich von Bruder Hans zu verabschieden. Pfarrer Lesch betonte bei der Übergabe der Spende in einer Höhe von 1600 Euro, dass neben der Vermittlung von Glauben auch Nahrung und Bildung in Afrika sehr wichtig seien. „Wir dürfen Bruder Hans begleiten mit Gebet, Buße und Almosen. Was wir verschenken, wird uns der Himmel 100-fach vergelten!“ Für die KAB Heideck überreichte Ruppert Zeiner eine Geldspende. Zudem hatten die Heidecker Ministranten am Wochenende einen Kuchenverkauf organisiert, dessen Erlös auch der Missionsarbeit von Bruder Hans zugute kommen wird.